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Wurzelkanalfüllung - wann ist eine Revision erforderlich?

Eine Wurzelkanalbehandlung ist eine zahnärztliche Maßnahme, die trotz hoher Erfolgsraten in einigen Fällen Probleme nach sich ziehen kann.

In solchen Fällen ist es mitunter notwendig, die Wurzelfüllung zu revidieren, um Beschwerdefreiheit zu erreichen. Es kann viele Ursachen dafür geben, dass eine Wurzelfüllung nicht zur klinischen oder röntgenologischen Symptomfreiheit geführt hat. Gründe können unter anderem nicht abgefüllte Wurzelkanäle oder das Persistieren, das heißt das weiterhin Vorhandensein von Mikroorganismen sein. Sind die Versorgungen der Zahnkrone eines wurzelbehandelten Zahnes nicht ausreichend, können mitunter wieder Bakterien ins Wurzelkanalsystem gelangen.
 
Mögliche Indikationen für die Revision einer Wurzelkanalfüllung sind wurzelgefüllte Zähne, die entweder klinische oder röntgenologische Anzeichen einer Parodontitis apicalis aufweisen.
 
Klinische Anzeichen sind unter anderem Klopf- oder Aufbissempfindlichkeit des betroffenen Zahnes, Schmerzen, apikale  (wurzelnahe) Druckschmerzhaftigkeit des Zahnfleisches oder die Ausbildung einer Fistel.
Röntgenologische Anzeichen einer apikalen Entzündung sind Aufhellungen im Bereich der Wurzelspitze.
Ebenso besteht die Indikation zur Revision, wenn die Wurzelfüllung über längere Zeit dem Milieu der Mundhöhle ausgesetzt war und eine Kontamination (Verunreinigung) mit Mikroorganismen sehr wahrscheinlich ist.
 
Ist keine Verbesserung der Situation zu erwarten oder bei unklarer Erhaltungswürdigkeit eines Zahnes, ist eine Revisionsbehandlung nicht angezeigt.
 
Im Rahmen einer Revision wird zunächst die alte Wurzelkanalfüllung möglichst vollständig entfernt.
Anschließend erfolgt die gründliche Reinigung und Desinfektion des Kanalsystems mit Spüllösungen.
Werden zusätzliche Kanäle aufgefunden, die noch nicht aufbereitet und abgefüllt waren, erfolgt dies ebenfalls im Zuge der Revisionsbehandlung.
Nach Abschluss der Reinigung und Aufbereitung der Wurzelkanäle werden diese mit einem Wurzelfüllmaterial verschlossen.
 
In einigen Fällen kann die Revision auch in Kombination mit einem chirurgischen Eingriff - einer Wurzelspitzenresektion - erfolgen.
 
Ziel ist es, einen bakteriendichten Verschluss des Wurzelkanalsystems herzustellen, um so eine klinische und röntgenologische Symptomfreiheit zu erreichen.

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